Haut(nah) ver – liebt
- Stephanie Ruch
- 26. März
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. März
I
springe ins Nebelmeer, in der Hoffnung seine Haut nochmals zu spüren
die Haut, durch die ich die Welt ertastete
die Haut, die mir Liebe zeigte
die Haut, die meine wurde
jetzt steh ich vor dem vernebelten Spiegel, kratze seine Haut von meiner Haut ab
kratze bis nur noch Blut und Fleisch übrigbleibt
II
mein Sein // dein bleibt
ich bleibe, meine Haut nicht
meine Haut ging mit ihm
ohne Wort, verschwand er
mit meiner Haut in seiner Hand
wie hatte die in seiner Hand platz
ich habe ihm versprochen zu bleiben, doch mein Sein ging
ohne Widerworte ihm hinterher
und ich blieb, klar blieb ich, wo sollte ich sonst hin
wieder zu ihm
III
ich weiss ich darf ihn nicht vermissen
ich weiss Liebe kann auch brechen
ich stolz //
ich habe unsere Liebe versteckt
zwischen deinen Lieblingsblumen
damit sie niemand stiehlt
er reagiert nicht, sagt nichts, bleibt, so wie an ihm alles bleibt
meine Haare fallen langsam aus
meine Beine geben langsam auf
mein Kopf wird langsam schwer
mein Körper bricht ganz, ganz langsam
IV
(sehn)sucht nach ihm
seiner // meiner Haut
dem Versprechen; wir könnten fliegen
doch ich fall’
ich habe Angst ihn zu vermissen
ich habe Angst mich darin zu verlieren
ich hatte Angst mich in ihn zu verlieben
ich habe mich in ihm ver – liebt


